Ein Wochenende zwischen Pässen, Sonne & italienischem Genuss
Aktualisiert: 23. Sept.

Engadin & Veltlin – immer wieder gerne
Es gibt Gegenden, in die wir einfach immer wieder gerne zurückkommen. Das Engadin und das Veltlin gehören definitiv dazu.
Diesmal begann unser Wochenende erst einmal mit einem Besuch beim "Open House" von Bündnerbike in Maienfeld. Ein bisschen schauen, fachsimpeln, bekannte Gesichter treffen – und natürlich jede Menge Harley's. Eigentlich genau der richtige Start in ein Wochenende auf zwei Rädern.
Danach hiess es: rauf auf die Bikes und weiter.
Von Tiefencastel über den Albula ins Engadin
Ab Tiefencastel ging es über Filisur weiter nach Bergün / Bravuogn. Schon dieser Teil der Strecke ist einfach schön zu fahren – und spätestens ab Bergün wird es dann richtig alpin.
Weiter Richtung Preda schraubt sich die Strasse langsam nach oben. Die Landschaft wird karger, die Berge rücken näher und mit jeder Kurve kommt ein bisschen mehr dieses typische Passgefühl auf.
Und dann hört man sie irgendwann: das unverkennbare Pfeifen der Murmeltiere – bei uns auch „Munggen“ genannt.
Wenn man etwas genauer hinschaut und nicht nur auf die nächste Kurve fokussiert ist, entdeckt man den einen oder anderen zwischen den Steinen oder in den Wiesen. Also zwischendurch mal vom Gas gehen, stehen bleiben und einfach die Umgebung geniessen.
Tiefencastel – Filisur – Bergün – Preda – Albulapass
Für uns eine dieser Strecken, bei denen schon der Weg hinauf ein Highlight ist.
Oben auf dem Albula angekommen, passte sowieso alles: Sonne, blauer Himmel und beste Bedingungen für die Weiterfahrt hinunter nach La Punt Chamues-ch ins Oberengadin.



Zurück in einer Gegend, die für mich einmal Heimat war
Das Engadin hat für uns etwas Besonderes – und für mich persönlich noch ein bisschen mehr. Ich habe hier selbst einige Jahre gelebt und entsprechend viele Erinnerungen mit dieser Gegend verbunden.
Vielleicht fühlt es sich deshalb für mich jedes Mal ein bisschen wie Heimkommen an, wenn wir wieder hier unterwegs sind.
St. Moritz, die Seen, die Berge und diese unglaublich klare Landschaft – vieles kennen wir mittlerweile gut und trotzdem wird es nie langweilig. Im Gegenteil: Wir kommen immer wieder gerne zurück.
Und bei schönstem Sonnenschein macht es natürlich noch ein bisschen mehr Spass.
Über den Bernina Richtung Italien




Vom Oberengadin ging es weiter Richtung Pontresina und hinauf auf den Berninapass.
Eine Strecke, die wir immer wieder gerne fahren. Vorbei an der hochalpinen Landschaft, dem Lago Bianco und mit einem Panorama, bei dem man eigentlich ständig irgendwo anhalten könnte.
Aber irgendwann müssen wir ja auch weiter.
Also ging es vom Bernina hinunter Richtung Italien und weiter nach Livigno.
Und genau das mögen wir an dieser Region: Innerhalb relativ kurzer Zeit verändert sich die Landschaft komplett. Engadin, Hochgebirge und ein paar Kilometer später dieses ganz andere italienische Lebensgefühl.
Livigno & „Klein-Tibet

Natürlich durfte Livigno nicht fehlen. Die Gegend wird gerne als „Piccolo Tibet“ – Klein-Tibet – bezeichnet. Und wenn man durch dieses weite Hochtal fährt, umgeben von Bergen, versteht man auch ein bisschen, woher der Name kommt.
Kurvige Strassen, hohe Berge, kleine Orte und zwischendurch einfach irgendwo anhalten, einen Espresso trinken und das Ganze geniessen.
Aber für uns gehört zu so einem Wochenende sowieso mehr als nur Motorradfahren.
Pizzoccheri, Wild & ein guter Abend






Wer uns kennt, weiss: Eine gute Tour und gutes Essen gehören für uns einfach zusammen.
Und wenn wir schon im Veltlin sind, gehören natürlich auch Pizzoccheri dazu. Buchweizennudeln, Kartoffeln, Wirsing, viel Käse und Butter – nicht unbedingt leichte Motorradkost, aber dafür richtig gut und eine Spezialität, die einfach zu dieser Gegend gehört.
Und Ende September ist natürlich auch Wildzeit. Wenn dann Wild, regionale Spezialitäten und ein gutes Glas Wein auf der Karte stehen, braucht es nicht viel Überzeugungsarbeit.
Genau solche Abende mögen wir: Nach einem schönen Tag auf den Bikes gemütlich zusammensitzen, gut essen, über den Tag reden und einfach den Abend geniessen.
Und natürlich nicht auf dem direkten Weg nach Hause
Auch am letzten Tag wollten wir nicht einfach nur möglichst schnell nach Hause.
Von Livigno ging es durch die beeindruckende Landschaft des Schweizerischen Nationalparks zurück in die Schweiz nach Zernez.
Danach wartete mit dem Flüelapass noch einmal eine richtig schöne Passstrasse auf uns. Oben nochmals kurz die Bergwelt geniessen, bevor es auf der anderen Seite hinunter Richtung Davos ging.
Livigno – Zernez – Nationalpark – Flüelapass – Davos - Klausenpass - Brünig - Thun



So darf ein Motorradwochenende gerne zu Ende gehen.
Vielleicht sehen wir uns hier 2027 wieder …
Und weil uns die Kombination aus Bündner Pässen, Engadin, Bernina, Livigno, Veltlin, gutem Essen und schönen Strassen einmal mehr so gut gefallen hat, war für uns ziemlich schnell klar:
2027 möchten wir daraus eine ride.beyond.routes Tour machen – von Freitag bis Sonntag.
Drei Tage unterwegs. Eine kleine Gruppe, schöne Strecken, gutes Essen und genügend Zeit, die Gegend auch wirklich zu geniessen.
Nicht möglichst viele Kilometer und nicht möglichst viele Pässe abhaken. Lieber unterwegs auch einmal anhalten, einen Kaffee trinken, die Aussicht geniessen – oder einfach den Munggen zuhören.
Manchmal braucht es gar nicht mehr
Und einmal mehr die Erkenntnis: Es braucht manchmal gar nicht viel für eine richtig gute Tour.
Ein paar richtig schöne Strassen, Sonne im Gesicht, Berge rundherum, gutes Essen und die richtigen Leute dabei.
Ein Wochenende, wie wir es mögen. Quality Time auf zwei Rädern.
Ride. Enjoy. Repeat.
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