Route des Grandes Alpes – fünf Tage zwischen Hochalpen und Mittelmeer
Aktualisiert: vor 7 Tagen

700 Kilometer, unzählige Kurven, legendäre Alpenpässe und sechs Bikes – unsere Route des Grandes Alpes 2026.
Es gibt Motorradtouren, die man fährt. Und es gibt Touren, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben. Die Route des Grandes Alpes gehört definitiv zur zweiten Kategorie.
Anfang September machten wir uns mit sechs Motorrädern auf den Weg. Vor uns lagen fünf Tage durch die französischen Alpen – von Thonon-les-Bains am Genfersee über einige der höchsten und bekanntesten Alpenpässe Frankreichs bis hinunter ans Mittelmeer. Danach führte uns unsere Reise über Italien und den Grossen St. Bernhard zurück in die Schweiz.
Tag 1 – Der Einstieg in die französischen Alpen

Vom Treffpunkt in der Nähe von Bern ging es zunächst nach Thonon-les-Bains, wo für uns die eigentliche Route des Grandes Alpes begann.
Schon die ersten Kilometer machten deutlich, was uns in den kommenden Tagen erwarten würde: Kurven, Bergstrassen und ständig neue Ausblicke. Über Col des Gets, Col de la Colombière und Col des Aravis ging es immer tiefer hinein in die französischen Alpen.
Der erste Tag war gleichzeitig der perfekte Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte.






Tag 2 – Die ganz grossen Namen
Der zweite Tag war zweifellos einer der Höhepunkte unserer Reise.
Von Val d’Isère führte uns die Strecke hinauf zum Col de l’Iseran auf 2'764 Metern. Von dort ging es weiter über Télégraphe, Galibier, Lautaret, Izoard und Vars.
Und als wäre das noch nicht genug, wartete mit der Cime de la Bonette auf 2'802 Metern zum Abschluss noch einer der spektakulärsten Punkte der gesamten Tour.
Ein langer Tag im Sattel – aber einer dieser Motorradtage, bei denen man am Abend weiss, warum man solche Reisen macht.





Tag 3 – Von den Hochalpen ans Mittelmeer
Von Pra-Loup führte unsere Route zunächst über den wunderschönen Col de la Cayolle. Danach folgten Valberg, Col de la Couillole und Col Saint-Martin.
Mit dem Col de Turini wartete später noch ein echter Klassiker. Die Strasse ist nicht nur unter Motorradfahrern bekannt, sondern auch durch die Rallye Monte Carlo.
Und irgendwann änderte sich die Landschaft merklich. Aus den Hochalpen wurden mediterrane Berge, die Temperaturen stiegen – und schliesslich lag das Mittelmeer vor uns.
Nach Tagen zwischen 2'000 und fast 3'000 Metern war die Ankunft an der Côte d’Azur ein besonderer Moment.



Tag 4 – Italien statt Hochalpen
Nach drei intensiven Tagen in Frankreich wechselten wir am vierten Tag die Kulisse.
Von Menton ging es über die italienische Grenze nach Dolceacqua und weiter durch das ligurische Hinterland. Kleine Strassen, verschlafene Dörfer und deutlich weniger Verkehr sorgten für einen völlig anderen Charakter.
Über Isolabona und Rezzo führte uns die Strecke weiter ins Piemont. In Murazzano war Zeit für ein gemeinsames Mittagessen, bevor wir die letzten Kilometer Richtung Biella unter die Räder nahmen.
Keine spektakulären 2'800-Meter-Pässe an diesem Tag – dafür Italien pur.






Tag 5 – Noch einmal hoch hinaus
Der letzte Tag sollte nicht einfach nur eine Heimfahrt werden.
Von Biella ging es durch das Aostatal hinauf zum Grossen St. Bernhard auf 2'469 Metern. Noch einmal Kurven, Berge und ein beeindruckendes Alpenpanorama.
Danach führte uns die Strecke hinunter nach Martigny und weiter über das Berner Oberland Richtung Gstaad und Thun.
Nach fünf Tagen schloss sich damit der Kreis.






Am Ende sind es nicht nur die Pässe
Natürlich waren Iseran, Galibier, Izoard, Bonette, Cayolle und Turini einige der grossen Highlights unserer Reise. Aber wenn wir nach fünf Tagen zurückblicken, waren es nicht nur die spektakulären Strassen und Landschaften, die diese Tour besonders gemacht haben.
Mindestens genauso besonders war die Gruppe.
Am ersten Morgen standen da Menschen mit ihren Motorrädern, die sich teilweise vorher überhaupt nicht kannten. Fünf Tage später fühlte es sich an, als wären wir schon viel länger gemeinsam unterwegs.
Man wartete aufeinander, lachte zusammen, half sich gegenseitig und sass am Abend noch lange gemeinsam am Tisch. Aus einer Gruppe von Motorradfahrern wurde innerhalb weniger Tage eine richtig tolle Gemeinschaft.
Und vielleicht ist genau das eines der schönsten Dinge an solchen Reisen: Das Motorrad bringt Menschen zusammen, die sich sonst möglicherweise nie begegnet wären.
Am Ende bleiben deshalb nicht nur Erinnerungen an die grossen Pässe und unzähligen Kurven. Es bleiben die gemeinsamen Kaffeepausen, die Gespräche beim Abendessen, das Lachen zwischendurch und all die kleinen Momente, die man nicht planen kann.
Genau darum geht es bei Ride Beyond Routes.
Gemeinsam fahren. Neues entdecken. Eine gute Zeit haben. Und am Ende mit mehr nach Hause kommen als nur gefahrenen Kilometern.
Route des Grandes Alpes 2026 – fünf Tage, sechs Bikes und aus Fremden wurde eine richtig coole Truppe.
Ride. Discover. Connect.
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